CMS aktuell halten: Sicherheit und DSGVO im Blick
Ihr Content-Management-System ist das Herz Ihrer Website – und ein beliebtes Ziel für Angreifer. Veraltete Versionen mit bekannten Sicherheitslücken setzen personenbezogene Daten Ihrer Besucher aufs Spiel. Mit regelmäßigen Updates schließen Sie diese Lücken, bevor sie ausgenutzt werden.
Worum geht es?
Egal ob Sie WordPress, TYPO3, Joomla oder Shopware nutzen: Jedes CMS besteht aus einem Kern (Core) sowie zahlreichen Plugins, Extensions und Themes. In all diesen Bausteinen werden regelmäßig Sicherheitslücken entdeckt und von den Entwicklern durch Updates behoben.
Solange Sie diese Updates einspielen, sind Sie geschützt. Bleibt eine Aktualisierung aus, ist die Lücke jedoch öffentlich bekannt – und Angreifer suchen automatisiert nach genau solchen verwundbaren Websites. Über eine einzige veraltete Komponente können Kriminelle Schadcode einschleusen, Daten abgreifen oder die komplette Seite übernehmen.
Besonders kritisch: Auf vielen Websites laufen Kontaktformulare, Nutzerkonten oder Shop-Bestellungen. Dort werden personenbezogene Daten wie Namen, E-Mail-Adressen und Anschriften verarbeitet, die durch eine Lücke unmittelbar gefährdet sind.
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Die Rechtslage
Nach Art. 32 DSGVO müssen Sie geeignete technische und organisatorische Maßnahmen treffen, um personenbezogene Daten zu schützen. Der Gesetzgeber verlangt dabei ausdrücklich, den Stand der Technik zu berücksichtigen.
Ein CMS oder Plugin mit einer bekannten, längst behobenen Sicherheitslücke bewusst weiterzubetreiben, widerspricht diesem Grundsatz. Sie setzen die Daten Ihrer Besucher einem vermeidbaren Risiko aus.
Kommt es tatsächlich zu einem erfolgreichen Angriff oder Datenleck, kann dies ein meldepflichtiger Datenschutzvorfall nach Art. 33 DSGVO sein. In vielen Fällen müssen Sie den Vorfall dann innerhalb von 72 Stunden der zuständigen Aufsichtsbehörde melden – und unter Umständen auch die betroffenen Personen informieren.
So wird es DSGVO-konform
Mit einer festen Update-Routine halten Sie Ihr System dauerhaft sicher:
- Halten Sie den Core Ihres CMS stets auf der aktuellen stabilen Version.
- Aktualisieren Sie alle Plugins, Extensions und Themes zeitnah, sobald Updates verfügbar sind.
- Aktivieren Sie – wo sinnvoll – automatische Updates oder buchen Sie einen regelmäßigen Wartungsvertrag.
- Entfernen Sie nicht genutzte Plugins und Themes vollständig; auch inaktive Komponenten können angreifbar sein.
- Erstellen Sie regelmäßige Backups, damit Sie nach einem Zwischenfall schnell einen sauberen Stand wiederherstellen können.
- Beziehen Sie Erweiterungen nur aus vertrauenswürdigen Quellen und prüfen Sie, ob sie noch aktiv gepflegt werden.
Testen Sie größere Updates idealerweise zunächst auf einer Kopie Ihrer Website, bevor Sie sie live schalten.
Prüfen Sie Ihre Website
Viele Betreiber wissen gar nicht, welche Version ihres CMS aktuell läuft oder ob eine bekannte Lücke offen ist. Genau hier setzt eine automatische Prüfung an.
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