Keine Tracking-Cookies vor der Einwilligung
Ein häufiger und oft unbemerkter Fehler: Der Cookie-Banner erscheint korrekt, doch Analytics, Werbe-Tags oder ein Pixel laden bereits, bevor der Besucher überhaupt geklickt hat. Damit ist die Einwilligung nur Fassade – die Daten fließen längst.
Worum geht es?
Nach § 25 Abs. 1 TDDDG ist die Einwilligung vor dem Zugriff auf das Endgerät einzuholen. Das bedeutet: Einwilligungspflichtige Dienste dürfen erst starten, nachdem der Besucher aktiv zugestimmt hat.
In der Praxis passiert häufig das Gegenteil. Das Consent-Tool zeigt den Banner an, aber die eingebundenen Analytics-, Ads- oder Pixel-Skripte laufen schon beim Seitenaufruf. Sie setzen Cookies und übertragen Daten, bevor eine Entscheidung getroffen wurde. Damit ist die Einwilligung wirkungslos, und die Verarbeitung erfolgt ohne Rechtsgrundlage.
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Die Rechtslage
Der Grundsatz ist eindeutig: § 25 Abs. 1 TDDDG verlangt die Einwilligung vor dem Speichern oder Auslesen von Informationen auf dem Endgerät. Datenschutzrechtlich stützt sich die Verarbeitung anschließend auf Art. 6 DSGVO, in der Regel auf die Einwilligung nach lit. a.
Eine Ausnahme gilt nur für technisch notwendige Cookies nach § 25 Abs. 2 TDDDG, also solche, die für den Betrieb der Seite unbedingt erforderlich sind. Analytics, Marketing-Tags und Social-Media-Pixel gehören nach überwiegender Auffassung nicht dazu – sie sind einwilligungspflichtig und dürfen nicht vorab laden.
So wird es DSGVO-konform
Der Schlüssel liegt in der richtigen Konfiguration Ihres Consent-Tools. Einwilligungspflichtige Skripte müssen blockiert bleiben, bis eine Zustimmung vorliegt.
- Alle Analytics-, Ads- und Pixel-Dienste im Consent-Tool als einwilligungspflichtig kategorisieren.
- Die automatische Blockierung aktivieren, sodass Skripte erst nach Klick geladen werden.
- Skripte nicht fest im Quellcode einbinden, sondern über das Consent-Tool ausspielen lassen.
- Im Netzwerk-Tab prüfen, dass vor dem Klick keine Requests an Tracking-Dienste ausgehen und keine entsprechenden Cookies gesetzt werden.
Achten Sie besonders auf manuell eingefügte Tags im Theme oder im Header, die das Consent-Tool leicht übersieht.
Automatisch prüfen lassen
Ob wirklich erst nach der Zustimmung Daten fließen, lässt sich nur durch einen Blick auf das tatsächliche Ladeverhalten feststellen. easy-DSGVO.de prüft automatisch, ob Ihre Seite Tracking-Cookies oder einwilligungspflichtige Dienste bereits vor der Einwilligung lädt, und macht diese Fälle sichtbar. So schließen Sie eine der häufigsten Lücken zuverlässig.